Terroranschläge in Paris: #thoughtsforpeace

Es ist schwer, Worte zu finden für das, was am Freitag, den 13. November hier in Paris passiert ist. Die vielen Bilder und Augenzeugenberichte, die seit den Anschlägen rund um die Uhr von den verschiedensten Medien verbreitet werden, lassen erahnen, wie ernst die Lage hier in Frankreich ist. Ein ganzes Land befindet sich im Ausnahmezustand. Schock, tiefe Trauer, aber auch Wut und Angst beherrschen derzeit die Gefühle der Franzosen. Wie schon im Januar nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo und der Geiselnahme im jüdischen Supermarkt Hyper Cacher ist eines klar: das Leben in Paris und der Pariser wird nie wieder so sein, wie es einmal war.Larmes

Es sollte für uns ein gemütliches Wochenende werden im Kreise der Familie. Wir freuten uns den ganzen Freitagnachmittag über, abends zusammen das Freundschaftsspiel Deutschland – Frankreich anzusehen und dann den Samstag und Sonntag entspannt mit Kochen und Herbstspaziergängen zu gestalten. Es sollte schönes Wetter geben. Als dann bereits während des Spiels von äußerst schlimmen Ereignissen die Rede war und nach Spielende in den Medien genauer von den schlimmen Explosionen, den Schießereien und der noch andauernden Geiselnahme im Café Bataclan berichtet wurde, standen wir alle unter Schock. Versteinert und völlig entsetzt folgten wir den sich überschlagenden Nachrichten. Unsere Telefone klingelten und über soziale Netzwerke erkundigten sich bis spät in die Nacht unsere Familien und zahlreiche Freunde, ob wir selbst in Sicherheit seien. Jeder von uns kennt Personen, die in den betroffenen Bezirken wohnen, im Bataclan Konzerte besuchen. Wir hätten selbst dort sein und Opfer dieser schrecklichen Taten werden können. Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und mich noch einmal bei allen für die vielen lieben Worte bedanken, die wir seit Freitag erhalten haben.

Tour_EiffelEs ist schwer, an etwas anderes zu denken, als an das, was passiert ist. Es ist schwer, unserem ältesten Sohn zu erklären, dass Schwerbewaffnete wahllos unschuldige Menschen getötet haben. Und es wird schwer werden, wieder zurück zu einer Art Normalität zu finden. Es ist erst ein paar Monate her, dass Frankreich Ziel schweren Terrors wurde. Weitere Anschläge konnten verhindert werden – bis Freitag. Weitere Attentate sollen folgen. Was tun? Klar ist, es kann uns alle treffen. Überall. Eine absolute Sicherheit kann nicht mehr gewährleistet werden – sofern es diese jemals gab. Ich habe für mich selbst beschlossen, stark sein zu wollen. Ich sage ja zur Freude, ja zu Restaurant- und Konzertbesuchen, ja zur Freiheit, ja zum Leben. Denn Angst zeigen, sich einschüchtern lassen, ist wohl genau das, was diese Tyrannen erreichen wollen. Aber in unserer Welt darf es keinen Platz geben für Terrorismus. Deshalb lasst uns gemeinsam der Opfer und deren Familien gedenken, zusammenhalten und uns stark machen für den Frieden auf der Welt. #thoughtsforparis #thoughtsfortheworld #thoughtsforpeace #yestolife #againstterrorism

XoXo

Karo

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2 comments on “Terroranschläge in Paris: #thoughtsforpeace”

  1. Es ist unvorstellbar für uns als Familie was ihr Familien in Paris gerade durchlebt… Immer wieder sehen wir uns Hintergrundberichte an wie es dazu kommen konnte. Was treibt diese Menschen an anderen Menschen solches Leid hinzufügen zu können? Wir alle kennen die Antworten. Dennoch bleibt es unbegreiflich wie schnell junge Erwachsene instrumentalisiert werden können, um solche Taten durchführen zu können. Wie kann die Hemmschwelle so niedrig sein bzw. gar nicht vorhanden sein? Auch diese Menschen haben Familie. Auch sie müssten den Wert eines Menschenlebens kennen, meint man. Und was bleibt nach Freitag? Bei uns in Deutschland sind es Politiker, die offen zugeben dass es ein ungeahntes Ausmaß angenommen hat. Uns erscheinen die Mächtigen unseres Landes ratlos und verunsichern uns noch mehr. Wir verstehen nicht warum Europa und auch die USA sich in manche Kriege einmischen, intervenieren und manchmal eben die Kriege laufen lassen. Auch hier kennen wir alle die Antwort. Frankreich ist mutiger im Kampf gegen den Terror. Europa muss jetzt handeln, vereint. Und wir dürfen bei uns dieses Gedankengut nicht ignorieren. Das heißt auch, hört hin was auch eure Kinder erzählen von Klassenkameraden. Vor Monaten gab es in Süddeutschland einen Elternabend an einer Schule weil Eltern wie auch Lehrer dafür einstanden, solches Gedankengut nicht an der Schule haben zu wollen und gingen auch rechtlich gegen Eltern vor. Das ist Zivilcourage, die hierzulande leider sehr selten ist. Wer hier in Europa leben will, muss unsere Werte nicht nur kennen sondern sie befürworten. Wir dürfen nicht zulassen, dass alles was Europa sich aufgebaut hat an Demokratie, Toleranz, Humanität, Gleichberechtigung, Kultur etc. durch solche Menschen zerstört wird. Diese Verantwortung haben wir v.a. unseren Kindern gegenüber aber ebenso gegenüber den Staaten, die vor Ort jeden Tag terrorisiert werden. Und hier sollte die Politik weltweit geschlossen und entschieden endlich eingreifen. Probleme lösen sich leider immer noch nicht von selbst…und solange das so ist, müssen wir Menschen auf der Flucht aufnehmen und ihnen helfen. Das sind wir ihnen schuldig!

    1. Karo sagt:

      Ich danke dir von Herzen für diesen wertvollen Beitrag. Ja, es ist einfach unvorstellbar, aber leider Realität. Zusammenhalt ist wohl derzeit das Wichtigste, um wieder zu einer Art Normalität hier in Frankreich zurückzufinden, aber auch, um Menschen in Not weiter zu helfen. Denn wenn wir unsern Nächsten wirklich kennen, kann soetwas wie Hass doch eigentlich gar nicht entstehen, oder?
      Alles Liebe und viele Grüsse aus Paris,

      Karo

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