Psssst: die Schlankheitsgeheimnisse der Französinnen!

Wenn wir an Frankreich denken, dann denken wir unweigerlich an gutes Essen. Schaut man sich aber die Durchschnittsfranzösin an, wird man feststellen, dass diese überwiegend in Kleidergrösse 36/38 passt – und das selbst auch noch nach einigen Schwangerschaften. Mir selbst, nach 10 Jahren Frankreichaufenthalt fällt das zwar gar nicht mehr so auf, doch beinahe jedes Mal wenn Freunde aus Deutschland zu Besuch kommen, kommt irgendjemand mit der Frage, die sich wohl auch sonst viele stellen: „Wie machen das die französischen Frauen nur, immer so viel und so lange zu essen, und trotzdem so schlank zu sein?“

Tja, die erste Antwort, die ich meistens darauf gebe, ist, dass man ja nicht jeden Tag ins Restaurant geht oder ein Familienessen zelebriert und ein 5-Gängemenü inklusive Champagner zu sich nimmt. Klar, wer das macht, der legt zu. Aber ein paar Tricks gibt es schon, die viele Französinnen kennen und anwenden:

1. Gut zu Fuß unterwegs

Die Pariser müssen täglich 3,6 Millionen Mal von A nach B – und dabei ist das beliebteste „FortbeweguMetro_Parisngsmittel“ der Stadt: der Pariser selbst. Ja, genau, über 50% der zurückgelegten Wege finden nämlich zu Fuß statt, jeweils mit einer Durchschnittsdauer von 13,5 Minuten. Da kommt also ordentlich was zusammen, wenn man die abgelaufenen Kilometer in den unendlichen Gängen der Pariser Metro mal Pariserin zu Fusszusammenrechnet. Auffällig ist auch, wie schnell die Pariser zu Fuß sind: Im Prinzip laufen sie eher, als im Schritttempo zu gehen – und das verbraucht eben ordentlich Kalorien. Ich selbst bin auch immer im Schnellschritt unterwegs und kann nur bestätigen, dass täglich eine halbe Stunde morgendlicher Fussmarsch echt was bringt. Gepaart mit frischer Luft und KiWa-Schieben ist das für mich der perfekte Frühsport 😉 – und abends wiederholt sich das Programm auf dem Nachhauseweg von der Arbeit.

2. Zur Mittagspause schnell einen gemischten Quinoa-Salat oder einen Bio-Pita-Wrap mit Krebsfleisch und Spinat

Wer mittags keine Zeit hat ins Resto oder in die Kantine zu gehen, der holt sich schnell was „à emporter“ (zum Mitnehmen). Äußerst beliebt sind Salatbars und „Bio“-Schnellrestaurants (wie z.B. Annka, Cojean, Supernature, Prêt-à-manger oder Ruban Vert), von denen fast wöchentlich neue aus dem Boden sprießen und man trotzdem meistens lange Schlange stehen muss. Und dabei fällt auf: die Klientele ist zu 80% weiblich. Klar, hier wird auf die schlanke Linie geschaut. Denn die männliche Fraktion findet man doch eher bei Bagel, Burger & Co. Auch ziehen die Franzosen frisches Essen dem Fastfood oder Fertiggerichten vor.

Krebs-Spinat-Wrap

 3. Für zwei essen

Wer jetzt an Babybauch und Würstchen mit Eiscreme denkt, liegt völlig falsch. Erstens, weil selbst Schwangeren in Frankreich empfohlen wird, nicht für zwei zu essen, sondern zweimal so gesund, und zweitens, weil es hier nun gar nicht um Schwangere gehen soll. Mit „für zwei Essen“ ist vielmehr folgendes gemeint: wer Mittag deftig reinhaut, lässt das Abendessen ausfallen (weil er mittags quasi auch schon für den Abend mitgegessen hat). Ich selbst praktiziere das zum Beispiel, wenn wir sonntags ein laaaaanges (gähn) Familienessen haben. Das geht meistens so um 13 Uhr mit dem Apéro los, bei dem bereits kräftig serviert wird (z.B. ein Pain Surprise). Weiter geht es dann mit der Vorspeise. Dann geht man langsam zum Hauptgang über und schließlich „endet“ das Essen mit Käse, Dessert und Café. Dabei kann es leicht mal 16 Uhr und später werden. Klar, dass man dann um sieben nicht schon wieder Hunger hat. Gleichzeitig läuft aber über Nacht die Fettverbrennung auf Hochtouren – und so schlagen sich diese Es(s)kapaden so gut wie nicht auf der Waage bzw. den Hüften nieder, wenn das letzte Mal eben nachmittags gegessen wurde.

4. Viiieeel trinken

Eigentlich kein Geheimnis, dass viel trinken gesund ist. Aber in Frankreich finde ich es schon auffällig, wie sehr in der Werbung für die Wunderwirkung von Mineralwasser

Mineralwasser für schönen Teint

Viiiel Wasser für einen schönen Teint

geworben wird. Evian verspricht z.B. ewige Jugend (man fühle sich so quicklebendig wie ein Baby), Contrex ist der ‚Partenaire Minceur‘ (also sozusagen unser Schlackmachcoach) und Vichy Celestin verspricht einen makellosen Teint und eine 1a-Verdauung durch einen hohen Bicarbonatgehalt, um nur die bekanntesten Hersteller zu nennen. Wie dem auch sei, Französinnen trinken tatsächlich sehr viel Mineralwasser, was natürlich entschlackt und der Linie gut tut. Noch ein Tipp: ein Schuss Zitronensaft im Mineralwasser soll den Stoffwechsel auf Trab bringen.

5. Dukan – der Diät-Guru

Ja, auch in Frankreich gibt es unzählige Diäten und Wundermittel, um der schlanken Linie ein Stück näher zu kommen. Einer der Dauerbrenner ist die vom gleichnamigen französischen Ernährungsberater (den Titel musste er glaube ich in der Zwischenzeit abgeben) entwickelte Dukan-Diät. Es handelt sich dabei um einen überwiegend auf Proteine zugeschnittenen Diätplan, der in drei Phasen aufgebaut ist. Viele meiner Bekannten und Kollegen haben diese Diät schon ausprobiert (auch mit Erfolg) und auch in Zeitschriften und im Fernsehen wird vom Diät-Guru sehr häufig berichtet, da viele Stars und Sternchen mit der Dukan-Diät anscheinend schon so einige Pfunde losgeworden sind. Ich persönlich halte es allerdings lieber mit ausgewogener Ernährung ohne spezielle extreme Einschränkungen, Bewegung und weitgehend Verzicht auf zu süße oder alkoholhaltige Getränke. Wer dennoch mal reinlesen möchte, findet bei Amazon das entsprechende Buch dazu.

Anmerkungen, Kommentare? Über freundliche Nachrichten freue ich mich immer 😉

Einen schönen Tag noch wünscht Euch

Karo

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someoneShare on Google+Share on Tumblr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.