Produkte aufbrauchen: mit diesen Tricks klappts!

Kosmetik aufbrauchen


Das Bild oben spricht Bände: in den letzten Wochen und Monaten habe ich mal wieder ordentlich Müll produziert. Schon erschreckend oder? Andererseits bin ich aber auch froh drüber, also nicht über den ganzen Müll natürlich, sondern weil ich 1. wieder ordentlich Platz habe in meinem Badezimmerregal und ich mich 2. freue, keine Fehlinvestitionen getätigt zu haben. Denn folgendes Szenario kennt wohl jede Frau: Sich in der Parfümerie ein Produkt aufschwatzen lassen, das dann leicht angebraucht im Bad verstaubt und schliesslich im Mülleimer landet. Wie ich es schaffe, an Produkten bis an ihr bitteres Ende dranzubleiben und sie aufzubrauchen, könnt ihr im Anschluss lesen. Viel Spass beim ausprobieren 😉 Hier also meine Tipps zum Thema Produkte aufbrauchen…

#1: Nichts mehr nachkaufen bzw. nur das nachkaufen, was leer wurde und nur wirklich gebraucht wird

Hört sich einfach an, ist aber genau der Knackpunkt, weshalb sich in so vielen Badezimmerschränken drei angebrochene Tagescremes, zwei halbvolle Gesichtswasser, vier offene Shampoos usw. ansammeln. Um dem Halt zu machen, habe ich eine feste Faustregel, an die ich mich immer häufiger halte (ja, es fällt auch mir schwer): erst wenn ein Produkt aufgebraucht wurde, darf ein neues her. Und damit ich nicht aus falschem Glauben – ich bräuchte doch eigentlich auch noch eine Handcreme, oder? – kaufe, schaue ich vor dem Drogeriebummel noch einmal nach, was sich denn alles so in meinem Regal befindet. Ach ja, stimmt ja, hier hab ich ja noch die Handcreme, die vor zwei Monaten im Einkaufskorb landetet… ihr versteht, was ich meine?! Das, was wirklich gebraucht wird, kommt auf einen Zettel, denn einmal im Laden, ist die Ablenkung und Versuchung gross, doch etwas anderes, als ursprünglich geplant, zu kaufen.

#2: Nichts aufschwatzen lassen!

Verkäuferinnen können soooo gnadenlos sein – und uns immer genau das sagen, was wir über ein Produkt gerne hören möchten. Behaltet deshalb immer im Hinterkopf: die gute Dame ist dazu da, um Umsatz zu machen und uns am besten heute und übermorgen und über-übermorgen ein eigentlich identisches, aber doch noch viiiiiieeel besseres Produkt zu verkaufen… Also: stark bleiben, Ohrenfilter einstellen und alle Superlative ausblenden. Ich versuche mich immer weitestgehend schon im Vorfeld über ein Produkt zu informieren (notfalls auch im Laden per Beauté Test App) und wirklich nur das zu kaufen, was ich wirklich will und brauche. Ähnliches gilt für den nächsten Tipp:

#3: Unbekannten Dupes oder Angeboten widerstehen

Wie oft schon kam ich festentschlossen in die Drogerie, um mir ein ganz bestimmtes Produkt zu holen – und griff dann im entscheidenden Moment doch noch daneben, um das viel günstigere Dupe auszuprobieren oder das Produkt aus dem Angebot zu nehmen. Nichts gegen no-name-Produkte, sofern sie tatsächlich mit dem Original mithalten können. Aber auch eben nur dann, wenn man das Produkt bereits kennt oder darüber gelesen hat. Ansonsten stehen, zumindest bei mir, die Chancen hoch, dass das günstigere Produkt im Schrank verstaubt und ich mir doch noch später das Original hole.

#4: Abo pausieren

Als ich in einer nach der anderen Birchbox eine Tagescrememiniatur vorfand und ich mit dem Aufbrauchen selbst kleiner Produkte nicht mehr nachkam bzw. auch verschenken nicht mehr half, war für mich die Zeit gekommen, mein Abo eine Weile zu pausieren – und zwar so lange, bis ich wieder Platz für neue Produkte habe (das ist nun schon zwei Monate her und mein Abo hat immer noch Pause).

#5: Produkte großzügig verwenden

Es ging mir oft so, dass ich manche Produkte (besonders die, die etwas teuerer waren) besonders sparsam verwendet habe – was sich aber letztlich als uneffizient erwies: denn erstens, war die Wirkung oft geringer und zweitens, schaffte ich es nicht, das Produkt zu Ende zu benutzen und warf es irgendwann weg, weil der Haltbarkeitszeitraum überschritten war. Deshalb Cremes & Co. gerne mal dicker auftragen 😉

#6: Daily Beautyroutine einrichten

Es ist so wie mit Zahncreme oder Deodorants: man benutzt sie täglich und kauft sie nach, wenn sie zur Neige gehen. Wieso klappt das also nicht mit all unseren Produkten? Weil wir sie meistens nicht regelmässig genug benutzen. Die Lösung? Mit der Zeit habe ich mir für jede zu pflegende Körperzone eine Art Beautyritual angewöhnt, das dafür sorgt, dass ich regelmässig meine Pflegeprodukte benutze, weil sie Teil eines „Ablaufprogramms“ sind, sprich: sie werden so stetig leerer. So ist zum Beispiel meine Morgenpflege jeden Tag stinklangweilig gleich: Gesicht mit Waschgel waschen, abtupfen, Tagescreme auftragen, Augencreme auftragen, Spezialcreme einsetzen (z.B. bei Falten, Pickeln, Pickelmalen, lokal trockenen Stellen etc.), Primer auftragen. Genauso läuft es unter der Dusche, bei meiner Haarpflege und Make-up. Probiert’s aus und ihr werdet sehen, wie schnell ihr Produkte leer bekommt.

#7: Sonntag = Beautytag

Einmal in der Woche (bei mir ist es meistens der Sonntag), lege ich einen Beautytag ein. Und an diesem Tag kümmere ich mich um meine „Problemzonen“, für die ich unter der Woche nur wenig Zeit habe: sprich ich gönne mir eine Haarkur, nehme mir Zeit für eine Gesichtsmaske und eine ausgiebige Maniküre. Mit den Beautytagen hält es sich so, wie mit der täglichen Beautyroutine: Produkte, die nicht täglich benutzt werden müssen, kommen so trotzdem regelmässig zum Einsatz und werden mit der Zeit auch aufgebraucht.

#8: Aus den Augen, aus dem Sinn…

Damit ich Produkte nicht vergesse, stelle ich sie immer gut sichtbar im Badezimmer auf oder bewahre sie griffbereit in meinem Waschschrank auf. Denn sind sie erstmal ausser Sichtweite, können Wochen oder Monate vergehen, bis ich wieder auf sie stosse – und die Gefahr ist gross, dass ich in der Zwischenzeit schon ein neues Produkt gekauft habe…

#9: Produkte zweckentfremden

Bevor ich mich über eine angebrochene Flasche Gesichtsöl ärgere, weil sie mir für das Gesicht doch zu fetthaltig ist oder Pickel verursacht, versuche ich das Produkt anders einzusetzen: zum Beispiel als Haarkur vor der Haarwäsche oder für besonders trockene Stellen wie an Ellbögen oder Knien.

#10: Testen, testen, testen

Wie sagt man so schön: aus Fehlern lernt man. In meinem Fall: Blindkäufe. Neue Produkte kommen bei mir nur noch dann in den Einkaufskorb, wenn ich diese entweder vorher als Probe oder aber mindestens im Geschäft testen konnte. Bei Cremes checke ich so zum Beispiel vorab ab, ob mir der Duft und die Konsistenz generell zusagen. Fusselt zum Beispiel eine Tagescreme bereits auf dem Handrücken, weiss ich, dass ich sie nicht zum Schichten unter meinem Primer benutzen kann – als letztlich unbrauchbar. Auch bei Make-Up-Produkten teste ich immer vor dem Kauf: z.B bei Foundations die Farbnuance, wie sieht sie bei Tageslicht aus? Setzt sich das Produkt nach einigen Stunden in den Fältchen ab? Glänze ich nach einer Stunde Büroarbeit? Hält sie bis Büroschluss? Oder der Lippenstift: hält er, ohne meine Lippen auszutrocknen? Bleibt er wo er soll oder „blutet“ er aus? Steht er nicht nur Miss XY auf Instagram, sondern wirklich auch mir? Viele Fragen also, die wie ich finde erst nach einem Selbsttest beantwortet werden können… Entspricht das Produkt letztlich meinen Erwartungen und will ich es ein paar Tage später immer noch haben, hole ich es mir einfach später. Es läuft ja nicht weg 🙂 Und Fehl- oder Impulskäufe können so vermieden werden.

Ich hoffe, es sind einige Tipps dabei, die euch dabei helfen, etwas Platz in eurem Beautyregal zu schaffen und vielleicht auch noch euer Portemonnaie zu schonen.

Schreibt mir – über freundliche Nachrichten freue ich mich wie immer immer 😉

Einen hübschen Tag noch wünscht euch

Karo

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2 comments on “Produkte aufbrauchen: mit diesen Tricks klappts!”

  1. Sammy sagt:

    Hallo Karo,

    auch bei mir hatte es mit den Kosmetikprodukten in meinem Bad (und auch Schlafzimmer!!) überhand genommen. Mein Freund verzweifelte regelrecht dran, wie viele Produkte sich mit der Zeit angesammelt hatten. Und daran ist bei mir auch Youtube nicht ganz unschldig… Ich habe einige deiner Tipps umgesetzt, aber vieles musste direkt in den Müll weil einfach schon veraltert. Und als ich den Berg an Abfall gesehen habe, gab mir das ganz schön zu denken. Mal abgesehen von dem verschwendeten Geld, man sollte auch mal viel mehr an unsere Umwelt denken und so verantwortungsbewusster konsumieren. Ich denke als nächstes kommt bei mir der kleiderschrank mit Ausmisten dran. Der quillt nämlich auch über… Hast du vielleicht auch den einen oder anderen Tipp, was man hier machen könnte?

    LG aus Bonn

    Samira

  2. phiLLies sagt:

    tip-top… werde ich mir zu Herzen nehmen ;o) Grüße aus Tirol

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